Liebe Abgrund Freiheit

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Liebe Abgrund Freiheit

Der Kampf von Gut und Böse ist ein Kampf zwischen Liebe und Abgrund. Und wir alle kennen diesen Kampf. Was vernichtet uns, was erfüllt uns? Was ist die Essenz des menschlichen Seins?

Nur durch Liebe kommt der Mensch zu seinen tiefsten Wünschen und Träumen, seinen Vorlieben und Fähigkeiten, mit denen er in diese Welt kommt. Liebe ist, was die Saat zur Blüte treibt.
Sie ist der Stoff, der uns mit den Menschen verbindet, die uns nah sind. Aus ihm weben wir unsere Welt, unsere Zukunft und unsere Träume. Intimität und Vertrauen ist das kostbarste Gut des Menschen. Doch wie gehen wir damit um?
Jeden Tag erschaffen wir diese Welt. Jeden Tag legen wir Zeugnis ab, in welcher Zukunft wir Leben wollen. In unserem Denken, wie im Handeln. Und mit jedem Tag wird tatenlos mit angesehen, wie die Geister des Abgrunds den Menschen verzehren. In Ignoranz und Egoismus begeht der Mensch den größten Verrat an seinem Schicksal. Durch sie zehren sie unaufhörlich von ihm.
Denn die Geister der Abgrunds sind kein Teil des Menschen.
Liebe ist die höchste Form von Aufmerksamkeit, die einem Wesen zuteil werden kann. Sie wandelt es auf eine höhere geistige Ebene der Schönheit und Wahrheit.
Das Ringen um Aufmerksamkeit und Anerkennung, ist der Ursprung aller seelischer Verirrung. Der Mensch tauscht seinen authentischen Selbstausdruck mit mechanischen Vorstellungen und Rollen, die ihm die Gesellschaft vorlebt und verleugnet seinen eigenen Wesenskern.
Das kindliche Wesen steht noch in unmittelbarer Verbindung zu diesem. Es strahlt vor Liebe. Doch genau so braucht es sie, um zu überleben. Die bedingungslose Liebe eines Kindes ist kein Geschenk, es ist eine riesige Verantwortung. Eine Verantwortung die grenzenlos missbraucht wird. Was ein Mensch nicht in sich selbst fühlt, das kann er auch im Anderen nicht fühlen. So werden alle unverarbeiteten Kindheitsverletzungen unaufhörlich weiter getragen. Die Geister des Abgrunds herrschen dort, wo der Mensch nicht fühlen will, oder kann. Falsche und perverse Vorstellungen werden dem Menschen von Liebe gegeben. In diesen versucht er seine Bestimmung zu finden und inszeniert die Verletzungen immer wieder aufs neue. Er sucht Anerkennung und Aufmerksamkeit so, wie er sie bekommen hat. Gewalt, Missbrauch, Unterdrückung, Selbstverleugnung, Lüge, Spott, Ignoranz und Manipulation; alle unverarbeiteten Gefühle ziehen sich wie Fäulnis durch unsere Bindungen mit den Menschen. In der Angst verletzt zu werden, werden genau die Dinge heraufbeschworen, vor denen davon gelaufen wird.
Doch Liebe lügt nicht. Und Liebe urteilt nicht. Liebe hält keine geheimen Absprachen, täuscht keine falschen Tatsachen vor, oder spioniert dem anderen nach. Liebe lässt den anderen nicht im Dreck sitzen, um zu sehen, wie er sich rauswindet. Liebe ist nicht Streit, sie ist nicht Eifersucht. Sie redet nicht hinter dem Rücken, verstellt sich nicht, um zu gefallen. Sie plaudert keine Geheimnisse aus und ignoriert nicht, um sich wertvoll zu fühlen. Liebe heißt nicht, darauf zu warten betraft zu werden, Streit zu provozieren oder seine Fehler nicht einzusehen. Liebe spottet nicht, sie verachtet nicht und sie betraft nicht. Sie findet sich nicht in Pornographie, lässt sich oder andere nicht beim Sex erniedrigen oder hat Sex, um andere zu verletzen. Liebe hat nichts mit Begierde zutun. Um so mehr wird sie von ihr bis zur Unkenntlichkeit verzerrt und pervertiert. Doch ist sie auf eine geheimnisvolle Art und Weise mit der Sexualität verflochten. So gehen wir mit einem Liebespartner einen sexuellen Bund ein. Einen engen Freund nennen wir einen Bruder oder eine Schwester, wie als seinen wir aus dem gleichen Akt entstanden aus dem sich auch die Liebe zur Familie gründet.

Liebe sagt: Es tut mir Leid. Es hat mich verletzt. Oder: Ich möchte dich verstehen. Liebe ist Kommunikation. Liebe kennt kein Verfallsdatum. Sie kennt keine „Chancen“ oder Bedingungen. Liebe überlegt sich keine Spielchen, oder verkauft sich, um am Ende flachgelegt zu werden. Das ist nicht Liebe. Denn Liebe kennt keine Wut oder Verachtung, wenn mal etwas so nicht gelingt. Liebe heißt den anderen wahrzunehmen.
Es ist kein Zeichen von Stärke oder Unabhängigkeit seine Intimität mit einem Menschen zu teilen, wenn das Herz bei einem anderen liegt, nur um den Schmerz zu betäuben, nicht die Nähe bekommen zu haben, die man sich in falschen Vorstellungen versprochen hat. Ein gebrochenes Herz ist kein Zeichen von Schwäche. Denn die äußere Welt stellt die Liebe schon vor genug Herausforderungen und Missverständnisse. In Vorstellungen wird die Liebe getötet. In ihrer Prüfung verraten. Sie ist ein Gefühl sie ist Mannigfaltig, und oft erkennen wir sie erst, wenn uns der richtige Mensch begegnet oder verlässt. Liebe ist frei von Raum und Zeit. Das ist, was sie nicht greifbar in Vorstellungen macht.
In Liebe scheint die Zeit still zu stehen. Denn sie ist Ursprung und Schicksal, Zukunft und Vergangenheit. Sie ist der vollendete Moment. Sie ist die Welt in der die Gegensätze bereits vereint sind. Und ein Mensch, der in unserem Herzen ist, scheint immer bei uns zu sein. Sie überwindet Distanzen. Im Schmerz hingegen wird alles bis ins unendliche verzerrt. Der Moment scheint endlos. Die Zeit scheint uns zu entgleiten. Aufmerksamkeit und Anerkennung ist, was unsere Zeit tacktet. Doch Einsamkeit hört erst auf schmerzlich zu sein, wenn der Mensch beginnt, sich sich selbst zu zuwenden. Wenn der Mensch begreift, das die Liebe immer in ihm war, wird er die Zeit überwinden. Wird er aufhören aus seiner Verarmung diese Szenarien künstlich durch Lüge, Oberflächlichkeit und Imitation herbeizuführen. Denn erst dann wird es echt, erst dann ist es der Mensch selbst, dann sind es die Geister der Liebe, die das Schicksal des Menschen führen können.
So wird die Atmosphäre der Lüge, Imitation und Oberflächlichkeit niemals einen Boden für Liebe geben. Um Lieben zu können, muss man wahrhaftig sein. Denn nur, wer einem Menschen in Ehrlichkeit begegnet, wird seine subtilen Wesenszüge wahrnehmen, ihn in seiner Individualität begreifen und sehen, wie einzigartig jeder Mensch ist. Und im selben Atemzug wird er das Wunder der Liebe zu schätzen wissen. Liebe ist so individuell und einzigartig wie der Mensch selbst, sie ist sein Schicksal, seine Seinsberechtigung und seine Würde. Doch Liebe gibt keinen egoistischen, keinen materiellen Vorteil. So ist ein liebender Mensch ein geistiger Mensch. Ein materialistischer Mensch kann nicht lieben. Er wird nach einem materiellen Ausgleich suchen und alles in Vorstellungen abtöten. Und am Ende wird er in seiner Verblendung, wenn sie nicht erfüllt werden, lügen und verletzen. Jede Lüge entspringt dem Egoismus und der Angst zu geben. Doch Liebe ist Wahrhaftigkeit, die Kraft sich verletzlich zu zeigen. Denn im tiefsten Inneren, hinter den Vorstellungen, dort liegt die Liebe und das Schicksal des Menschen. Dort liegt jedoch auch der Abgrund. Der Mensch muss erkennen, dass der Abgrund kein Teil von ihm ist. Es ist der Raum, in der sich die Liebe offenbaren kann.
Einem Menschen, der nur in der sinnlich wahrnehmbaren Welt lebt, bleibt im Schmerz nur die Verdrängung. Die Geister des Abgrunds schnüren Vergangenheit und Zukunft voneinander ab. Erschaffen den leeren Augenblick. Sinnlosigkeit. In seiner Ohnmacht flüchtet der Mensch sich in die sinnlose Befriedigung der Triebe. Lüge, Oberflächlichkeit und Imitation. Doch hier liegt die Gefangenschaft des Menschen, in seinem verdrängten Schmerz. Denn Leben bedeutet Schmerz und ein betäubter Mensch, ist ein lebloser Mensch.
Liebe ist der Wille den Schmerz zu tragen und den Abgrund zu durchschreiten für eine gemeinsame Welt. Sie ist ein Geschenk eine Opfertat. Durch das Geben gelangt der Mensch zu seiner wahren Größe und Lebendigkeit.
Niemand sollte mit den Geistern des Untergangs allein gelassen werden. Und doch begeht der Mensch hier seinen größten Verrat. Wenn er wegschaut, wo Unrecht passiert. In Ignoranz und Verblendung erschafft sich immer neu eine Atmosphäre der Verlassenheit und Hoffnungslosigkeit. Ein ewiger Teufelskreis.
Die Geister des Abgrunds müssen alles um sich herum abtöten, sonst können sie nicht bestehen. Sie sind Egoismus im Denken, der Hass im Gefühl, die Lüge in Worten, Gewalt in Taten. Liebe ist nicht Schmerz. Das was die Geister des Abgrundes daraus machen, ist Schmerz. Der Schmerz zwingt uns, Dinge zu tun, die nicht unserem Wesen entsprechen. Im Schmerz und in der Verlassenheit, im Gefühl, nicht Anerkannt zu sein, sprechen die Geister des Untergangs aus uns. Es beginnt mit der Verdrängung des Vergangenen, es folgt die Zerstörung des Gegenwärtigen und endet im Abgrund des Zukünftigen. So wird ein Mensch, der in sich selbst die Liebe begraben hat, auch aktiv nach seiner Vernichtung im anderen streben. Sie reißen sich Teile aus unserem Wesen, die nie wieder zu uns zurück kehren werden. Sie sind Verrat, Folter, Vergewaltigung, Terror, Krieg, Gift. Und sie sind allgegenwärtig. So allgegenwärtig, dass sich der Mensch betäubt. Der Mensch verfällt in einen tiefen Schlaf, weit entfernt von seinem Wesenskern. Flucht in Oberflächlichkeit, Narkotika und beliebiger Sex ist Mord am eignen Wesen und einer mitfühlenden Gemeinschaft. Es geschieht aus Angst, berührt zu werden. Doch wenn es nicht berührt, ist es nicht echt, dann ist es nicht der Mensch selbst, dann sind es die Geister des Abgrunds, die sein Schicksal führen. Sie schaffen dort Nähe, wo keine Nähe sein sollte. Und zerstören sie, wo sie entstanden wäre. Falsche und lügenhafte Bindungen bringen masochistische und sadistische Beziehungen hervor, weil sie immer von Schuld und Scham begleitet sind. Die Menschen glauben, sie wären Intelligent, wenn sie andere betrügen, austricksen, ausnutzen, runter machen, verspotten, in den Dreck ziehen. Doch das ist das einfachste der Welt. Wahre Intelligenz, wahre Größe, sieht die Weltzusammenhänge. Sie sieht den Abgrund und sie sieht die Liebe. Und sie wird sich immer aus ihrer Freiheit für die Liebe entscheiden, denn es ist der Weg zu einer besseren Welt. Verwandelte Wut Ist Liebe. Und Vergebung ist die Freiheit des Menschen.
Doch Vergebung ist nicht immer möglich, wenn die Verletzung zu tief ist. Und gerade die Menschen, die uns am nächsten stehen, fügen uns die tiefsten Verletzungen zu. Sie reißen Teile aus unserem Wesen, die nie wieder zu uns zurück kommen werden. Doch das ist die Welt der Vorstellungen, der Illusionen, des Egoismus. Was uns aus der Macht der Vorstellungen befreit, ist Vergebung. Liebe ist das Schicksal des Menschen, und alles was den Weg versperrt, ist sein verdrängter Schmerz. Doch leben bedeutet Schmerz. Und verdrängter Schmerz ist verdrängtes Leben. Das Mitgefühl der Liebe kann einem Menschen dort helfen, wo er allein nicht imstande ist, zu fühlen und ihn aus dem Abgrund befreien. Das ist die Opfertat der Gemeinschaft. Ihr Geschenk. Das Mitgefühl.
 Nur ein vergebender Mensch ist ein freier Mensch. Ist ein liebender Mensch, ein lebendiger Mensch. Wir können die Vergangenheit nicht ändern. Doch wir können sie konfrontieren, und ihren Sinn verwandeln. Denn sie birgt das Geschenk der Weisheit.
Zuletzt ist es Weisheit die es braucht, um die Freiheit auch Leben zu können. Der Mensch glaubt er wäre frei, wenn er in Zorn, Scham und Verblendung weiter lebe, doch er ist gefangen. Er lebt eine pervertierte Version seines Schicksals, er lebt die Zerstörung und er lebt für den Abgrund. Die Verwandlungskräfte der Liebe sind unendlich. Sie befreit uns aus Abhängigkeiten, Gier, Hass und Verblendung, die unaufhörlich vom Menschen zehren.
Zuletzt verzehrt sich das Böse selbst, wenn wir nur aufhören es zu nähren. Und eine heile Gemeinschaft wird Teile von uns hervorbringen, von denen wir niemals gedacht haben, dass sie in uns stecken.
Des Menschen Ursprung ist auch seine Bestimmung. Die Liebe ist der Sinn, aus ihr erwachsen immer neue Vorstellungen. Sie ist die Welt, in der der Mensch bereits vereint ist. Die Gemeinsame Aufgabe des Menschen ist es, die Saat zur Blüte zu treiben, und das in jedem Menschen. Hier liegt der Grundstein für eine gemeinsame Welt.
Liebe ist die höchste Form von Aufmerksamkeit, die einem Wesen zuteil werden kann. Sie wandelt es auf eine höhere geistige Ebene der Schönheit und Wahrheit. So ist sie eine Bereicherung für beide Parteien. Sie ist der Ursprung der Kultur, der Künste, der Wissenschaft, Philosophie und aller Meisterschaft. Die Liebe ist Ursprung der Ästhetik, der Harmonie, Proportion und Mathematik, aber auch des Respekts, Romantik, der Höflichkeit und der Heilung. Liebe ist Schöpferkraft, Ursprung und Schicksal des Menschen.
Diese Welt ist keine Welt der Liebe, doch es liegt in unserer Freiheit sie zu einer zu machen. Jeden Tag erschaffen wir diese Welt. Und jeden Tag legen wir Zeugnis ab, in welcher Zukunft wir Leben wollen.
Das Schicksal des Menschen, seine Träume, sind kein weit entferntes Ziel am Ende des Weges, keine komplizierten Vorstellungen oder Konstrukte. Es ist die Rückkehr zu dem, was immer war. Und ein Loslassen dessen, was niemals ein Teil von ihm war, weil es nicht durch Liebe geschehen ist.

 

 

 

2 Replies to “Liebe Abgrund Freiheit”

  1. Liebster Arian.
    Ich weine und weine- laufe über vor Liebe.
    Ich Danke dir von Herzen für so treffende Worte. Du bist eine grosse weiße Seele. Voller Liebe.
    Ich durfte deinen Vater in einem Zeit erleben die nicht von dieser Welt war/ist. Gelebter Traum – geführt und voller Liebe. Ich segne dein SEIN. in tiefer Verbundenheit Ulrike Höflicher
    http://Www.Leichtigkeit. net
    Deine Bilder sind Wunder-voll

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